Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert.



Aaron


Mischling - Rüde

Mutter: Schäferhund-Husky
Vater: Labrador-Retriever
geboren am 12.10.1998
71 cm groß - 39 kg

Wie es zu Aaron kam

Als Kimba 3 Jahre alt war, kam der Wunsch nach einem weiteren Hund auf. Nicht nur dass ich noch einen Hund wollte, es war auch wegen Kimba. Er liebte jeden Hund den wir trafen, spielte so gerne und ich wußte einfach...ein Hund allein das kann nicht sein. Es sind Rudeltiere und haben gerne auch ihresgleichen um sich. Aus dem alten Fehler gelernt, besorgte ich mir eine Welpenliste vom vdh. Ich telefonierte mit einigen der dort angeführten Züchtern. Dabei ließ ich mir aber Zeit. Nichts überstürzen und in Ruhe nachdenken, die Wochen / Monate vergingen. Dann kam es dass ich eines Tages mit Kimba in den Futterladen um die Ecke ging. Und Monika, die Inhaberin des Ladens, erzählte mir von einem Unfallwurf in unserem Dorf, Cronenberg. Ich hörte zwar zu, aber so richtig interessiert war ich nicht. Doch ein paar Tage später, wieder ne Ladung Leckerchen für Kimba kaufend, erzählte sie mir dass sie dort war und die Welpen besucht hätte. Ich wurde neugierig. Drei Wochen alte Welpen hatte ich noch nie gesehen. Da sie mir erzählte dass die Mutter-Hündin recht mager war und sie Futter als Spende vorbeigebracht hatte, kaufte ich spontan einen Sack Trockenfutter und ließ mir die Adresse geben. Einmal um was Gutes zu tun und auch weil ich einfach mal 3 Wochen alte Welpen sehen wollte.

Am folgenden Samstag fuhr ich nach vorheriger Ankündigung dort hin. Begrüßt wurde ich an der Türe von der schönsten Schäferhündin die ich bislang sah. Den Huskyanteil in ihr sah man nicht, sie war durch und durch Schäferhund vom äußeren und verdammt groß. Die Welpen waren im Wohnzimmer in einer Wurfkiste. 8 kleine pechschwarze Wusels die alle aussahen wie zu klein geratene Labbis.

Nachdem ich Jenna, die Mutter der Welpen, ausgiebig geknuddelt hatte, ging ich zur Wurfkiste. Ich hielt meine Hand dort rein und wartete. Die schwarzen Wusels schnupperten interessiert und dann ging einer der Welpen her und schnappte sich meinen Zeigefinger, biß rein und ließ nicht los. Naja, reinbeißen kann man das nicht nennen, eher lutschte er dran. Aber loslassen wollte er nicht. Es war der Welpe mit dem blauen Schleifenband. Ein Rüde. Der später den Namen Aaron bekam...

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Gedanken zum Kauf


Abends zu Hause habe ich objektiv nachgedacht. Ich war mir bewußt das wenn ich ihn nehme, mir weiterhin die Türen zu vielen Dingen versperrt bleiben. Unterstütze ich dann nicht einen Vermehrer? In dem Falle Nein. Es war definitiv ein Unfallwurf, auch wenn die Besitzer in meinen Augen dennoch ein Stück Schuld dran haben. Zudem wurde die Hündin beim Kaiserschnitt kastriert, damit sowas nicht noch einmal geschieht. Ich redete auch mit meinem Mann (heutigem Ex-Mann) darüber und letztendlich meinte er, er will ihn haben. Es war eine schwere Entscheidung, denn eigentlich wollte ich einen Labrador Welpen von einem dem vdh angeschlossenen Züchter. Auf den folgenden Seiten kann man dann lesen wie schwer Aaron und ich es hatten in der Anfangszeit. Auch begründet in der Tatsache das er keine gute Prägung hatte und keine optimale Aufzucht. Am nächsten Tag rief ich wieder dort an und sagte, ich nehm den kleinen frechen Fingerlutscher.

Jeden Samstag besuchte ich ihn. Brachte immer Futter mit oder andere Dinge. In Gesprächen erfuhr ich dann auch wie es zum Kaiserschnitt kam, dass der erste Welpe (Hündin) normal zu Welt kam, dann aber die Probleme auftauchten. Sie fuhren nachts zur TÄ und die stellte fest dass sich ein Welpe quer vor den Geburtskanal gelegt hatte. Also wurde ein Kaiserschnitt gemacht. Die Welpen bekamen sofort nach der Geburt bunte Bänder um. Somit wußte ich dass es mein Welpe blau war, der sich damals quer gelegt und den Kaiserschnitt verursacht hatte.

Es waren 7 Rüden und 1 Hündin. Jenna kümmerte sich liebevoll und konsequent um ihre Welpen. Wie ich später erfuhr, kamen die Welpen nur bei Besuchen ins Wohnzimmer. Ansonsten wurden sie in einer Hütte im Garten mit der Mutter zusammen gehalten. Dort war zwar eine Rotlichtlampe, aber kein Menschenkontakt. Ab und an holten die Kinder der Familie die Hunde ins Haus. Sie spielten :-( mit ihnen. Dabei fiel auch mal ein Welpe runter oder wurde mit Decken zugedeckt. Aus Versehen getreten und was weiß ich nicht noch alles.

Diese Dinge erfuhr ich erst Monate später als Aaron schon bei mir war. Abgeholt habe ich ihn Ende Dezember, kurz vor Weihnachten. Ich war die einzige die den Welpen zu dem Zeitpunkt bekam. Die anderen gab sie erst nach Weihnachten ab (im Alter von 10 Wochen) da sie es vermeiden wollte das einer der Welpen als Geschenk unterm Weihnachtsbaum gedacht war. Auf der Fahrt nach Hause bemerkte ich nur dass Aaron stank. Aber so richtig unangenehm. Außerdem hatte er viele Schuppen und das Fell war extrem stumpf. 1 Tag später ging ich mit ihm zum TA. Der Gestank ging einfach nicht weg. Die Diagnose, sein Magen-Darm-Trakt war "verseucht", er hat sich wohl stellenweise von den Fäkalien seiner Geschwister ernährt, was seine Ausdünstungen erklärte. Aaron bekam eine Aufbauspritze und eine Vitamin Paste für unters Futter. Nach einigen Tagen sah er richtig gut aus und der unangenehme Geruch war weg. Aaron wurde von mir von Anfang an BARF ernährt.

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Entwicklungen


Er war ein aufgeweckter und lernbegieriger Welpe und Stubenrein war er bereits nach 2 Tagen. Vier Monate nach Aaron´s Einzug bekamen meine Nachbarn hundlichen Zuwachs in Form von zwei Rottweiler Welpen. Beides Mädels mit den Namen Jule und Baghira. Spielgefährten direkt gegenüber, besonders Jule hatte es Aaron angetan und seine kleine Whippetfreundin Jeany mit der wir täglich spazieren gingen. Eine Straße weiter unten fand Aaron seinen bis dahin besten männlichen Hundekumpel, einen Labrador-Deutsch Drahthaar Mix namens Sam. Die beiden verstanden sich wunderbar und spielten gerne zusammen. Sam starb leider im Alter von nur 5 Jahren an einem Gehirntumor.

Als Aaron ein Jahr alt wurde versuchten wir uns im Hundesport. Agility war Aaron´s Meinung nach purer Irrsinn. Er hatte keine Lust darauf, er biß lieber in die Stangen und trug sie durch die Gegend. Turnierhundsport machte ihm ebenfalls keine Freude, sprich, es lastete ihn nicht aus. Schutzhundsport lehnte ich ab und wir haben dies niemals ausprobiert. Fährten geht Aaron gerne. Er liebt Such"spiele" über alles. Was man auch hervorragend auf einem Spaziergang mit einbinden kann. Da geht dann plötzlich der Schlüssel verloren, der Handschuh, die Leine, etc... und mit Kommando "such verloren" rast Aaron davon und sucht und findet. Wir hatten dann einen netten Hundeplatz gefunden in Schwelm und waren dort sehr lange aktiv dabei. Wir machten Obedience-Übungen und Teile von DogDance. Darin war Aaron sehr gut, es machte ihm Spaß neue Dinge zu lernen die Abwechslung boten. Irgendwann verlor er plötzlich die Lust und wir machten eine längere Auszeit. Wir entdeckten für uns neue "Arbeit", das Dummytraining. Das betreiben wir heute noch im privaten Kreis mit viel Freude. Da er seit kurzem wieder richtig Spaß am lernen hat suchen wir nun einen Hundeplatz wo wir Obedience machen können, richtig mit Anleitung und vielleicht auch mal einem Turnier, wer weiß. Hauptsache es macht uns beiden Spaß.