Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens. (Ludwig Börne)



Kimba


Labrador Retriever - Rüde

01.05.1995 - 17.09.2009
54 cm groß - 28 kg

Wie es zu Kimba kam

Das erste Mal von Kimba gelesen habe ich in einer der hiesigen Tageszeitungen. Damals völlig unwissend, dass man einen Hund nicht per Inserat in einer Zeitung kauft, rief ich dort an. Selbstredend konnten wir sofort vorbeikommen und einen der Hunde, egal welchen, mitnehmen.Völlig euphorisch, endlich den langersehnten Traum vom Hund greifbar Nahe, fuhren wir Sonntags zu dem "Züchter".

Dort angekommen ließ der "Züchter" die Hunde aus einem Schuppen raus. Mit Kimba lief noch ein weiterer Labrador Welpe dort heraus, sowie ein Dobermann und eine englische Bulldogge. Kimba sah mich, rannte auf mich zu und sprang mir in den Schoß. Obwohl ich bereits beim Anblick des Schuppens wo die Hunde vorher drin waren, plötzlich bedenken hatte, nahmen wir Kimba mit. Er war damals 4 Monate alt. Genau so, sollte man es nicht machen, dass weiß ich heute. Wir haben bei einem Hundehändler gekauft, einem gewissenlosen Vermehrer der nur Profit im Sinn hat.

Profit will ich den Leuten die nur mal eben so einen Wurf mit ihrer Hündin haben keinesweg unterstellen, aber auch diese Leute sind nur Vermehrer. Einfach aus der Tatsache das sie überhaupt keine Ahnung von Genetik und Zucht haben. Und nicht zum Erhalt der Rasse beitragen, sondern sie nur verschlechtern. Es ist heute so einfach eine Hündin die aus Versehen gedeckt wurde die Welpen nicht bekommen zu lassen. Und das sollte man unbedingt mit seinem TA angehen, im Sinne der Welpen und des eigenen Hundes. Somit vermindert man unnötiges Tierleid und auf Dauer, wenn alle es so handhaben würden, könnten die Tierheime endlich mal zum Teil geleert werden.

Soll es ein Rassehund sein, dann ist es so einfach diesen beim richtigen Züchter zu kaufen. Man muss nur einen dem vdh angeschlossenen Züchter suchen, ihn ansprechen und noch wichtiger, sich seine Hunde ansehen und die Gesundheitsergebnisse sowie die Wesenstestberichte der Nachkommen durchschauen. Es gibt nie eine 100%ige Garantie, schließlich sind es Hunde und die Natur spielt auch immer noch eine Rolle, aber man hat bei genauer Suche eine weitaus höhere Gewissheit einen gesunden und wesensfesten Hund zu bekommen als wenn man bei diesen Wald- und Wiesenhändlern kauft.

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Hundeschule - Erziehung - Röntgen


Ich meldete Kimba und mich im Juni´95 zu einem Grunderziehungskurz auf einem Hundeplatz an. Anfangs durfte er noch mit ins Welpengehege zum toben, bevor dann der Ernst des Hundelebens begann. Es machte uns beiden bedingt Spaß. Mir war der Ton dort zu rauh und ebenfalls sah ich nicht ein warum ich meinen Hund an der Leine rumrucken sollte. Wir brachten den Kurs zu Ende, gelernt hatte ich nicht viel, außer der Tatsache, dass ich meinen Hund lieber anders erziehen möchte.

Das sah dann so aus, dass ich hinter Kimba herlief *g*. Von der Leine lassen konnte ich ihn nur in eingezäunten Gebieten oder wenn noch jemand dabei war. Kimba hörte für gar nix. In der Bibliothek lieh ich mir alle Hundebücher aus, las diese und versuchte das für uns passende rauszufiltern.

Damals wohnte ich noch mitten in der Stadt. Die Wohnung war riesig, 140qm, aber eben 4. Stock in einem Altbau. So lange es ging habe ich Kimba die Treppen rauf und runter getragen. Als er 8 Monate alt war, ging das nicht mehr. In einem der geliehenen Hundebücher las ich, dass man die Hunde mit 1 Jahr röntgen lassen sollte. Ich ließ Kimba mit 10 Monaten röntgen. Die Diagnose, HD-C linke Hüfte. Aber nicht nur das war der Grund für einen Umzug, ich wollte einfach dass Kimba draussen im Grünen lebt und mir war die Stadt auf Dauer auch zu laut und hektisch. Den Wald vor der Türe, einen Garten,etc.. das war unser Traum. Im März´96 zog ich in einen anderen Stadtteil um, nach Wuppertal Cronenberg. Parterre Wohnung mit Garten, der Wald nur 3 Minuten entfernt.

Doch die Spaziergänge blieben Stress pur. Ein vorausrennender Kimba, eine hinterherhetzende Heike. Kimba war an nichts interessiert, weder Ball spielen, geschweige denn an mir. Irgendwann hatte ich die Nase voll beim spazieren. Ich drehte mich rum und ging nach Hause. Total gefrustet und entnervt. In dem Moment war es mir egal wo Kimba ist. Nach einiger Zeit merkte ich, dass jemand hinter mir hertrappelt. Das war Kimba. All der Ärger war verflogen und gemeinsam gingen wir nach Hause. Auf die nächsten Spaziergänge nahm ich jede Menge Leckerchen mit (ich war damals ehrlich gesagt nie auf die Idee gekommen Leckerchen mitzunehmen, wobei Kimba doch so verfressen ist). Immer wenn Kimba nicht hörte, drehte ich mich rum und ging nach Hause, bzw. versteckte mich zwischendurch einfach mal. Nach langen Wochen des Übens zeigte sich der Erfolg. Ein Kimba der sofort hörte und freudig ankam. Ich entschied nun wo wir spazieren gingen und wie lange wir wanderten. Kimba lief nur noch ohne Leine.

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Kimba und das Wasser


Obwohl er ein Labrador ist, war seine Liebe zum Wasser eher der Marke *igitt*. Weiter als bis zum Bauch ging er nie rein. Das änderte sich erst als er 3 Jahre alt wurde. Angeregt durch andere Hunde die wild in den Teich im Wald sprangen, ging auch mein Engel einfach rein und schwamm. In dem Jahr, im Sommer 1998, machte ich mit Kimba den ersten Urlaub. Es ging nach Holland and die Nordsee. Kimba hatte Angst vor den Wellen und als er dann unbedingt probieren musste wie das Wasser dort schmeckt, verging ihm jede Lust in dieses salzige Etwas zu gehen. Also Klamotten aus und selber rein. Es wirkte und Kimba und ich spielten gemeinsam Wellenbrecher. Bis heute hält seine Wasserliebe an und das obwohl er kaum noch was sehen kann. Erst wenn er wenigstens halb nass ist fängt sein Spaziergang an ihm Spaß zu machen.