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Jamie´s Operationen
Femurkopfresektion
Jeder, der seinen Hund schonmal hat operieren lassen müssen, weiß wie man sich an so einem Tag
fühlt. Miserabel einerseits und andererseits voller Hoffnung. Angst während der Wartezeit. Wofür ich
noch heute dankbar bin ist, dass mir die Tierklinik Duisburg erlaubte bei Jamie zu bleiben. Normal
ist dass man den Hund abgibt, er eine Beruhigungsspritze bekommt und dann erstmal stationär
aufgenommen wird. Nach der OP bleiben die Hunde über Nacht dort. Das war in Jamie´s Fall undenkbar.
Zuerst weil sie blind ist und gar nicht sehen kann was geschieht und zweitens wegen ihrer
schlimmen Vergangenheit. Sie über nacht in eine Box sperren, mit den Schmerzen nach der OP und der
Angst alleine? Ich hätte Jamie nie dort operieren lassen wenn man mir nicht diese Möglichkeit
gegeben hätte bei ihr zu sein. Sie bekam eine Beruhigungsspritze die nach einer viertel Stunde
Wirkung zeigte. Madame wurde etwas müde und zusehends ruhiger. Dann bekam sie die Narkose. Beim setzen
der Braunüle war sie total entspannt, sie bekam dann vier verschiedene Mittel, Metadon – Ketamin und
die andern hab ich vergessen. Dann war sie sofort weg und ich musste gehen. Ich weiß nicht was
schwerer war, sie da zulassen oder die Stunden danach. Nach nur 1,5 Stunden konnten wir wieder zu
ihr. Sie wurde in ein Behandlungszimmer geschoben und wurde langsam wach. Wir blieben noch drei
Stunden dort bis die Ärzte meinten Jamie wäre jetzt fit und wach genung um nach Hause zu fahren.
Wir bekamen Novalgin mit als Schmerzmittel, ein Antibiotikum und ein Arzt erklärte uns nochmal was genau sie
bei der OP gemacht hatten.
Die Rückfahrt war sehr anstrengend. Jamie legte sich oft aus Versehen auf ihre operierte Seite und
schrie jedesmal auf. Endlich zu Hause haben wir sie erstmal pullern lassen. Mit einigen
Anfangsschwierigkeiten schaffte sie ein kleines Bächlein. Dann habe ich sie auf mein Bett gelegt
und dick zugedeckt. Nach einer Narkose ist es einem immer sehr kalt und Wärme tut gut und gibt
Wohlbefinden. Auf die Decken habe ich eine Rotlichtlampe strahlen lassen. Auf gar keinen Fall
darf so eine Lampe direkt auf eine Wunde gerichtet werden. Jamie schlief sofort wieder ein und
bekam mehrmals einen Aufwachschub. Das äußerte sich in wimmern und leichter Unruhe. Nach weiteren
2 Stunden wurde sie richtig wach und versuchte aufzustehen. Ich habe sie auf den Arm genommen
und vor die Türe getragen. Und siehe da, meine Vermutung war richtig, Jamie mußte ihr
großes Geschäft erledigen. Nach einigen Koordinationsschwierigkeiten hat sie es auch geschafft.
Dann bekam sie eine kleine Mahlzeit. Gekochtes Hühnerfleisch, ein Schälchen voll und sie fraß
mit richtigem Heißhunger. Mehr gab es aber nicht und das gegessene blieb auch drinnen. Wieder
ein gutes Zeichen. Ich ließ sie im Körbchen in der Küche liegen, da sie dort nach dem Essen
wieder eingeschlafen war. Rolf kümmerte sich die nächsten Stunden um sie, trug sie raus zum Pipi
machen und legte sie wieder ins Körbchen. Als er ins Bett ging, habe ich Jamie wieder auf mein
Bett gelegt und bin die ganze Nacht wach geblieben. Das war sicherlich nicht nötig, aber meine
Sorge, dass sich Nachwirkungen der Narkose zeigen könnte, war zu groß. Gegen früh morgens bin
ich dann neben Jamie im Bett eingeschlafen und wurde ein paar Stunden später von einer nassen Zunge wach geleckt.
Jamie hatte sich zu mir gerobbt und zeigte deutlich dass sie nun wach ist. Sie stand auf und wollte
aus dem Bett springen. Im letzten Moment konnte ich sie auffangen und raus tragen. Vor der Türe
ist sie erstmal stöbern gegangen. Naja, gegangen wäre übertrieben, sie setzte ihr operiertes
Bein nicht auf und hümpelte durch die Gegend. Und sie schnüffelte zum ersten Mal intensiv an
einer Stelle und war gar nicht mehr ansprechbar. Wir fuhren dann zum TA um die Wunde und den
Allgemeinzustand kontrollieren zu lassen. Alles war bestens, nichts entzündet oder vereitert und
Jamie war psychisch und physisch absolut auf dem Damm.
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Die nächsten Tage musste ich alleine mit Kimba und Aaron Gassi gehen.
Ich hatte Urlaub und erst
wenn mein Freund für Jamie da war, bin ich mit den Jungs losgezogen. Die Ausflüge waren leer
ohne Jamie Maus dabei, aber mit der Zeit haben wir uns dran gewöhnt und stellenweise war es
auch eine echte Erholung. Jamie war sehr anstrengend, sie wollte ständig irgendwo rauf- oder
runterspringen. Die paar Minuten die sie spazieren gehen durfte reichten ihr nicht, sie
wurde bockig und animierte Aaron ständig zum toben. Da sie draußen ruhiger war, haben wir ihr
ein Geschirr angezogen und ihr eine lange Laufleine drangemacht. Damit konnte sie im Hof liegen
und sich sonnen
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Am 26.08.2005 sind wir zum Verbandswechsel zu unserem TA gefahren. Die Wunde schaute schon
prächtig aus. Stellenweise war sie zugeheilt, keine nässenden Stellen oder anderes was Grund
zur Sorge geben könnte. Das Novalgin haben wir dann abgesetzt. Zuerst nur niedrig dosiert und
dann gar nicht mehr gegeben. Da nun die Haare an den kahl rasierten Stellen anfingen zu wachsen,
beherrschte Jamie ein ständiger Juckreiz. Sie fing an zu lecken, nicht an der Wunde, sondern nur
die Haut drumherum. Dafür habe ich dann Zinksalbe gekauft und sie damit eingecremt. Das hat
ihr sehr gut geholfen.
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Bereits am nächsten Tag, 4 Tage nach der OP,
geschah das kleine Wunder. Jamie setzt das operierte
Bein auf. Zwar genauso zögerlich wie früher, aber immerhin testete sie es selber aus.
Was mir in den letzten Tagen vermehrt auffiel ist die Veränderung ihres Gesichtsausdruckes.
Er scheint entspannter und ruhiger. Jamie denkt viel nach, auch wenn man diese Eigenschaft einem
Hund nicht unbedingt zuspricht, sie kann das. Sie verarbeitet jeden Eindruck der sie erreicht
umgehend. Und so hört sie auch in sich selbst hinein. War sie früher ständig blockiert durch die
Schmerzen, scheint sie nun zu verinnerlichen dass da gar kein Schmerz, bzw. nur noch ein kleiner
Schmerz ist, der von der OP. Sie wird aufmerksamer, reagiert auf unsere Worte und nimmt aktiv
am Leben teil. Die Rastlosigkeit der ersten Tage ist verschwunden. Sie schläft nun wieder sehr
viel und gönnt ihrem Körper die Erholung.
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Am 29.08.2005 sind wir wieder zur Verbandskontrolle
zum TA gefahren und siehe da. Alles ist schon
so super gut verheilt dass Jamie keinen Verband mehr braucht. Die Naht ist noch an einigen Stellen
leicht geschwollen, aber der Rest ist nur noch ein dünner Strich. Nachdem die Antibiotika abgesetzt
waren habe ich Jamie Traumeel und Arnica gegeben. Dazu noch Symbio Pet, dies habe ich im
Barf Shop bezogen und es ist eine natürliche Reinigung nach Antibiotika Gabe.
In ihrem Körper vollzieht sich nun folgendes. Es wird sich in der nächsten Zeit eine Pseudoarthrose
bilden die vom Oberschenkel zur Hüfte wachsen wird. Dies ist bei normalen Knochenbrüchen nicht
erwünscht, in dem Fall hier aber genau das was wir wollen. Dieses knöcherne Wachstum ist anfangs
noch sehr dünn, es formt sich erst aus. Knorpel und Gewebe müssen sich ebenfalls wieder bilden.
In ca. 6 Monaten ist diese Neubildung vollzogen und die Pseudoarthrose (die dann Knochen ist) hat
die Verbindung vom Oberschenkel zur Hüfte wieder hergestellt und sollte nun stark genug sein das
alles zu halten, in Verbindung mit einer guten Muskulatur, ohne die geht es nicht.
Deshalb darf Jamie auch nach dem Fädenziehen noch nicht schwimmen gehen (nur Wasserlaufband).
Weil durch die Schwimmbewegungen die bei fast allen Hunden ja schnell, bzw. hektisch ablaufen,
der Pseudoknochen zu arg belastet wird.
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Am 02.09.2005
wurden die Fäden gezogen. Jamie war super lieb und hat gar nichts davon mitbekommen.
Okay, ich habe ihr eine Tüte mit Dörrfleisch unter die Nase gehalten. Danach sind wir dann
zum Freßnapf gefahren und Jamie durfte mit rein. Was hat sie sich gefreut, endlich wieder ein
bisschen am aktiven Leben teilnehmen. Nachdem sie ne ganze Ladung Leckerchen dort verdrückt hat
ging es wieder in den heimischen Garten zum ausruhen.
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Am 09.09.2005 bekam Jamie
ihre erste Physiotherapie Stunde. Zuerst wurde massiert und gedehnt. Jamie
ist mit dem operierten Bein super beweglich, zeigt kein Schmerzempfinden und die Muskeln (die paar
die sie hat) waren nicht verspannt. Danach ging es zum ersten Mal ins Wasserlaufband. Und es hat
Jamie sichtlich Spaß gemacht, endlich wieder Wasser. Sie lief ganz gut, das Bein zog sie aber noch
nicht vollständig durch. So gingen dann die Wochen ins Land und der Tag kam wo Jamie zum ersten Mal
einen normalen Gang zeigte. Nur vier Wochen nach der OP konnte sie über Felder rennen als ob der
Blitz sie getroffen hätte. Ich weiß, generell sollte der Hund 6 Wochen Leinenzwang haben, aber
Jamie war ihrer Zeit weit voraus. Sie hatte eine Wundheilung, da konnte man förmlich zusehen. Dazu
kommt dass sie mit Leine einen ganz schlechten Gang zeigte. Frei lief sie weitaus besser und als
ob sie es selber genau wußte, ging sie die erste Zeit sehr zögerlich und bedächtig. Bis zum dem
Tag wo sie meinte, jetzt kann ich endlich rennen. Man muss seinen Hund schon sehr genau kennen und
beobachten um sowas abschätzen zu können. Es ist keineswegs generell zu empfehlen es so zu handhaben wie wir
es getan haben.
Dieser Physiotherapiestunde folgten noch weitere: vom 9.9.05 bis Mai 2006 sind es
24 mal Wasserlaufband und 2 mal Massage, weitere folgen regelmäßig.
Außer der Physio ging es weiterhin zum schwimmen an die
Wuppertalsperre und im heimischen Garten. Was dann so aussieht.....
die Füße übern Rand schwingen |
den Kopf mal testweise reinhalten |
abstoßen und vornüber kippen |
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erstmal absinken |
und mit dem Ball ne Runde planschen |
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Nach nur 4 Wochen
war Jamie´s Gangbild nicht mehr mit dem von früher zu vergleichen. Sie rannte
mit allen vier Beinen, sie belastete das operierte Bein ganz normal und sie wurde muskulös. Je
mehr Wochen vergingen desto kräftiger wurde sie und der ganze Körper gewann an Substanz. Locker
kann sie mit Aaron bei Rennspielen mithalten. Da wo sie sich früher nach nur 5 Schritten hat
hinlegen müssen, spielt sie heute tobend mit ihm über die Felder und ist danach noch nicht einmal
ansatzweise müde. Selbst ihr anfangs stark verkrüppeltes Vorderbein hat sich etwas gebessert.
Als Jamie zu uns kam war ich rechtes Vorderbein stark nach innen durchgebogen und die Pfote
stark nach rechts außen gestellt. Sie trat mit Ballen und Unterbein komplett auf. Durch die vielen
Physiotherapiestunden und das viele Schwimmen und Laufen hat sich der starke Bogen etwas
"geglättet". Es ist schwer zu beschreiben, aber Jamie nun nur noch mit dem Ballen, zwar immer
noch seitlich wegen dem Bruch am Karpalgelenk, aber immerhin. Sie wird es wohl nie richtig einsetzen
können. Wir versuchen zwar eine OP Methode zu finden, aber die Hoffnung ist bis dato noch sehr
gering.
Doch viel wichtiger war und ist für Jamie und für uns, dass die FKR-OP so einen durchschlagenden
Erfolg hat. Innerhalb von2 Monaten
entwickelte sich ein Hund der nicht mehr mit dem Hund zu
vergleichen ist der im April 2005 bei uns einzog. Nicht nur körperlich, sondern viel mehr
psychisch hat sie einen enormen Entwicklungsschritt getan. Sie begann ein gänzlich neues Leben
ohne Schmerzen und endlich war sie aufnahmefähig und zeigte was in ihr steckt. Das ist ne ganze
Menge. Jamie ist eine Zicke, ein Balljunkie, ihr Territorium darf keiner ungefragt betreten, sie ist
absolut lerngierig, ein Workaholic, möchte den ganzen Tag am liebsten nur mit Aaron und Kimba
spielen, für Dörrfleisch tut sie wirklich alles und sie ist die größte Schmusekatze die es gibt.
Für Kraulerchen krabbelt
sie am liebsten auf den Schoß und knabbert gerne am Ohr rum oder an den Haaren. Mit Aaron ist sie
wie Pech und Schwefel verwachsen. Wenn die zwei toben bleibt kein Gras stehen. Und endlich konnte
ich anfangen Jamie zu erziehen und dabei selber sehr viel von ihr lernen. Dazu gibt es aber
mehr unter der Rubrik
Handicap Hunde..
Woher Jamie kommt und was man ihr angetan hat gibt es auf
der Seite Vergangenheit
Die Hüfte von Jamie 1,5 Jahre nach der FKR OP sieht wirklich gut aus.
Der Dammbeinbruch ist unverändert (was eh zu erwarten war) und der operierte
Oberschenkel links steht sogar recht nahe am Hüftkopf (oder wie das Ding heißt).
Eine kleine Pseudoarthrose ist auch zu sehen, die gehört da ja auch hin.
Da verläßt uns aber auch das Glück. Dieses eine mal hatte ich feste damit gerechnet
das Jamie mal Glück haben wird. Leider sieht ihr Ellbogen ganz furchtbar aus.
Dadurch da sie nochmal ein Stück gewachsen war, ist der Spalt noch größer geworden.
Der Ellbogen ist in sich verschoben und voller Arthrose. Diese hält sich allerdings
noch etwas im Rahmen, der Ellbogen ist noch beweglich.
Anmerken tut man ihr das nicht. Sie humpelt nicht (ihr Gangbild ist ja für
die ganzen Brüche an sich wirklich spitze) und zeigt auch kein Schmerzempfinen.
Wobei wir bei letzterem aufgrund ihrer Vorgeschichte auf jeden Fall anzweifeln
das sie uns diese Art Schmerz auch zeigen würde.
Die TÄ schlug mir vor das ich in einer Zeit wo wir relativ sicher sein können
das das Wetter "konstant" trocken bleibt ihr 1 Woche Rimadyl geben soll. Dann
den Hund genau beobachten, alles aufschreiben und das Rimadyl wieder absetzen.
Danach auch wieder beobachten und aufschreiben und dann vergleichen. Läuft sie
mit Rimadyl und ohne genau gleich = keine Schmerzen. Diesen "Test" werde ich auch
machen. Sollte sie Schmerzen haben, werde ich allerdings kein Rimadyl mehr geben
sondern mit ihr nach Kalkar fahren und sie bekommt Goldstückchen. Was bei Kimba
so genial funktionierte muss auch bei Jamie helfen. Sie wird ja erst 3 Jahre alt
und auch wenn mir jeder TA sagte, dieser Hund kann nicht alt werden mit den
Mißhandlungen die sie erfuhr, so sage ich, doch das wird sie. Da kommt mir
keiner in die Quere.
Am 20.10.2006 war Jamie´s großer Tag. Die Kastration stand an und ich bin nur froh und erleichtert
dass wir das hinter uns haben.
Wir waren um 8 Uhr bei der TÄ. Sie bekam die Vornarkose, vorher wurde Herz
abgehört und nach der Narkose nochmals. Jamie schlief ganz schnell in meinem
Arm ein und schnarchte leise. Dann musste ich gehen, war 8.15 Uhr dann. Draußen
hab ich ne Runde geheult und wir sind mit Aaron Gassi gegangen während Kimba im Auto schlief.
Die Zeit ging doch schnell vorbei und um
9.17 Uhr rief die TÄ schon an. Glaubt mal,
als das Handy klingelte hatte ich das Herz in der Hose.
Die OP verlief gut, sie hatten nur Schwierigkeiten dahingehend das
Jamie stärker blutete als es normal wäre. Wir waren zwar genau in der
3-Monats-Zeit nach der Läufigkeit, aber auch hier ein Zeichen dafür dass es
richtig war Jamie schnellstens kastrieren zu lassen. Ihre Hormone standen
schon wieder parat um die nächste Läufigkeit vorzubereiten.
Dann brachten sie Jamie zu uns und wir konnten sie wachknuddeln. Dauerte 20 Minuten
bis Jamie das erste Mal versucht hat aufzustehen.
Sie trägt einen Verband um den Bauch rum. Schick in Gelb mit Polster drunter.
Der ist dafür da dass sich kein Hämatom bilden kann.

Um 10.45 Uhr
durften wir nach Hause fahren. Jamie hat sich im Auto dann mal geflissentlich übergeben,
dies dann aber schön mittig auf Kimba drauf.
Eben hat sie nochmal gespuckt und nun 2 Tabletten MCP bekommen.
Sie zittert nicht mehr, ist aber total unruhig. Ihr "Blick" noch leicht beschränkt und
ihr Gang wackelig.
Pipi hat sie um 11.30 Uhr gemacht. Sie hat angefangen zu fiepen und da habe ich sie
rausgetragen. Das Bächlein ging unkontrolliert über die Pfoten und die Rute, sie hat
die Rute nicht auf Seite gelegt sondern sich halb auf diese drauf gesetzt.
Um 14.30 Uhr hat sie nochmal genörgelt und ich habe sie nach draußen getragen.
Sie musste mal ein Häufchen machen. Das klappte sehr gut.
Um 17.20 Uhr
hat sie sich nochmal übergeben müssen. Das find ich jetzt nicht so
gut, aber die TÄ hatte uns ja schon vorgewarnt das es passieren könnte. Ich habe
ihr noch zwei von den MCP Tabletten gegeben und bis jetzt ist Ruhe. Essen mag sie gar
nicht, das ist aber okay und besser für sie. Getrunken hat sie ein wenig.
Gehen kann sie jetzt am Abend schon ganz gut. Sie liegt nun bei Aaron auf meinem Bett
und wühlt sich rastlos von links nach rechts. Sie hat Probleme eine bequeme Schlafstellung
zu finden. Länger als 5-7 Minuten bleibt sie nicht in einer Position liegen. Müde ist sie
und ich bin froh wenn wir den Tag hinter uns haben und die Süße morgen wieder "fit" ist.
Ist zwar stressiger für mich dann, aber die rote Schreckschraube so ruhig zu sehen, nee,
das ist mir dann auch nicht Recht.
Um 20.45 Uhr am Abend klingelte mein Handy. Ich geh ran und es ist die TA-Praxis.
Sie wollten wissen wie es Jamie geht, ob sie laufen kann, wie sie sich verhält, etc...
Also das fand ich richtig Klasse, war total überrascht und erfreut.
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Tag 2
Heute morgen war sie noch relativ teilnahmslos. Kein wedeln, die Ohren zurück geklappt.
Es ist schwer bei Jamie zu erkennen wann hat sie Schmerzen und wann nicht. Doch ich merkte
genau dass ihr die Wunde weh tat.
Nur, sie wollte nichts essen. Auf nüchternen Magen, der eh schon aufgewühlt
ist ihr noch Schmerzmittel geben, das ging auch nicht. Ich hatte aber eher den
Eindruch dass sie sich nicht traut was zu futtern.
Also habe ich ihr um 8.20 Uhr
ein kleines Schälchen Möhrensaft hingestellt und das hat sie ausgeschleckt.
Gestern schon hatte ich Pürree mit Thunfisch und Joghurt zu einem Brei zerstampft.
Davon habe ich einen Eßlöfel genommen, noch was Möhrensaft darein und Milupa HN 25
(das ist nicht nur gegen Durchfall/Erbrechen gut sondern auch wenn der Magen angegriffen ist).
Das bekam sie um 8.40 Uhr
und hat es zwar langsam aber mit Genuß gegessen.
Der Magen gluckerte nicht mehr, Jamie stellt die Ohren etwas auf und bellte sogar
mal kurz weil ich mit Aaron knuddelte.
Dann habe ich den Verband aufgeschnitten und abgenommen. Er war durch
die Nacht etwas zusammengerutscht und drückte jetzt wohl auf die Wunde.
Dann habe ich wie vereinbart die TÄ angerufen um zu berichten wie es Jamie
geht. Sie war begeistert dass Jamie gestern schon Pipi und Haufi gemacht hat
und auch das sie nun eine Kleinigkeit gegessen hat. Dann sollte ich ihr
beschreiben wie das Pflaster aussieht. Es war weiß, nur eine kleine Stelle
war mit getrocknetem Blut versehen, aber der Rest war trocken. Gott sei Dank,
da Jamie ja bei der OP vermehrte Blutungen hatte die nicht leicht zu stillen waren.
Also soweit alles im grünen Bereich.
Ich bin mit den Jungs dann losgefahren eine Runde Morgengassi gehen und beim
KiK Markt einen Baby-Body für Jay zu kaufen der dann die Naht abdeckt.
Wieder zurück hatte mein Freund ihr um 9 Uhr ein Schälchen (handvoll) Hühnerfleisch
gegeben dass Jamie komplett gegessen hat.
Als die Jungs dann um 10 Uhr
ihr Frühstück bekamen schaute Jamie erwartend was sie denn nun bekommen würde.
Ich gab ihr dann nochmals eine kleine handvoll Hühnerfleisch und sie fraß es zügig auf.
Danach bekam sie den Body an, legte sich aufs Kissen und schlief. Zwischen
ihren Pfoten ihr neues Stofftierchen das ich ihr heut morgen im KiK Markt
gekauft hatte. Ein rosa Schweinchen, ein Glücksbringer.
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Um 10.10
bekam sie dann eine Rimadyl Tablette. Da sie nun einen leicht gefüllten
Magen hatte der keine Geräusche mehr machte konnte ich ihr endlich ein Schmerzmittel geben.
Nun liegt sie auf meinem Bett und schläft.
Morgen darf sie dann das erste Mal mit in den Garten. Heute nur um die Ecke auf den Grünstreifen
um zu pullern und zu schnüffeln.
Hier die Aufstellung der einzelnen Kosten von der Kastration:
Venenkatheder einlegen: 12,27
Injektionsnarkose: 15,34
Infusion: 10,22
Kastration: 178,95
Injektion,
Installation,
Infusion
subkutan, intrakutan
intramuskulär,
intraingluviel: 2 x 4,60
Verband anlegen: 4,91
Verbrauchsmaterial: 7,76
Angewandte Medis: 50,35
Metacam: 3,24 (das habe ich ihr nicht gegeben, sondern Rimadyl)
Macht gesamt Brutto dann: 338,99 Euro.
Für die Betreuung davor, die lieben Worte und die Anrufe danach bei uns, ist das ein sehr
guter Preis. Ich hatte mit mehr gerechnet.
Die MCP Tabletten gegen die Übelkeit haben wir geschenkt bekommen.
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Tag 3
Nachdem Jamie sich den Body abgestrampelt hatte, bekam sie ein T-Shirt angezogen das
ich mit Strippen am Geschirr fest gemacht hatte. Aber auch dieses hat sie sich ausgestrampelt. K
eine Ahnung wie sie das macht. Deshalb habe ich ihr jetzt Verbandswatte unter den Bauch gelegt
und darum eine lange Bandage (die extra breiten die man für Pferde nimmt) gezogen. Nur gerade
so anliegend das es nicht drückt, aber es verhinert das sie an die Wunde geht. Das hält und
das strampelt sie auch nicht ab.
Heute morgen hat sie sich doch tatsächlich im Stand lang gestreckt und gedehnt und geschüttelt.
Muss das nicht weh tun?
Sie hat auch nur eine halbe Rimadyl heute bekommen und ab morgen bekommt sie
keine Schmerzmedikamente mehr. Wer sich so bewegen kann der braucht kein Rimadyl.
Jamie ist sowas von munter und aufgedreht. Sie wollte im Garten nur rumtoben und Blödsinn
machen. Es war eine harte Nummer sie auch nur annähernd ruhig zu halten. Aber es war so
wunderbares Wetter das sie ruhig mit raus sollte. Letzten Endes habe ich meine Gartenarbeit
an den Nagel gehangen und mich in die Kudde gesetzt. Denn dann legt sich Jamie neben
mich und ist ruhig.
Heute nachmittag habe ich dann eine ausgiebige Runde mit Aaron gedreht, mich ans
Wasser gesetzt und einfach mal entspannt. Danach noch mit ihm getobt und ihn einige
Dummys arbeiten lassen.
Auf morgen freu ich mich schon Ich gehe arbeiten und Rolf muss die 3 Irren bändigen.
Am Dienstag habe ich frei, Mittwoch dann wieder Rolf und Donnerstag und
Freitag ich dann wieder. Danach ist ja nur noch Fädenziehen angesagt und
Jamie darf wieder machen was sie will. Mensch was freu ich mich auf die
Zeit die jetzt kommt. Ich bin so gespannt wie und ob überhaupt, sie sich verändern wird.
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Tag 4
Heute waren wir beim TA zur Kontrolle. Jamie wollte erstmal gar nicht mit in die Praxis.
Sie stemmte alles dagegen was sie hat. Ich schickte Aaron als erstes durch die
Türe und dann folgte sie ihm zögernd. Ins Behandlungszimmer ging sie dann auch
mit, aber als die TÄ auftauchte fing Jamie an am ganzen Körper zu zittern.
Sie hatte so Angst, das tat mir unheimlich weh. Jamie weiß ja nicht dass die
OP nur zu ihrem Besten war und wir fangen halt wieder von Null an das TA
eigentlich toll ist. Soweit waren wir ja schonmal. Sie hat sich aber dennoch
tapfer geschlagen und mein ständig widerholtes "wir fahren gleich nach Hause"
hat sie dann doch registriet. Nach Hause kennt sie genau und wedelt dabei dann mit der Rute.
Aber erstmal wurde Fieber gemessen, 38,2 Grad. Alles okay.
Dann das Pflaster entfernt, wobei Jamie ziemlich Terz machte. Dann schaute
die TÄ die nach der Naht. Alles super *freu*. An einer Seite ist eine leichte
Beule, das ist nachgelaufenes Wundsekret was sich aber wieder zurück bildet.
Die Haut ist gerötet und ich creme sie mit Aloe Vera Gel ein. Das lindert die
Hautreizung und heilt die wunden Stellen.
So sieht die Naht aus, ist jetzt nicht optimal aufgenommen da Jamie
seitlich liegt und ihre Haut Falten wirft, deshalb schaut das auf dem Foto etwas dicklich aus.

Jamie ist natürlich langweilig, aber da muss sie die nächsten Tage noch durch.
Heute durfte sie 10 Minuten langsam Gassi gehen. Dafür gab es heute Abend mal was
ausgiebiges zum knabbern und Jamie lag selig im Körbchen und kaute.
Am Morgen hat sie sich über die Erde gewälzt, hat mit Aaron getobt (was ich zügig beendet habe),
ist mir durch die Türe entwischt und die 3 Stufen zum Hof runtergesprungen
Wir bleiben dran und zwingen Jamie sich zu schonen. Nee was bin ich froh wenn sie wieder
lostollen darf. Das gibt ein Fest.
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Tag 8
Die Naht am Tag 7, einer Woche nach der OP:

Heute haben wir einen Ausflug nach Düsseldorf zu Martina gemacht. Jamie war völlig außer sich
weil sie mit durfte. Katja war mit 2 ihrer 3-Beiner auch dabei. Wir hatten einen
lustigen Menschentag und die Hundis eine Menge Spaß.
Katja und Martina sagten beide dass Jamie total anders heute war als die Treffen zuvor.
Locker, nicht in sich gekehrt sondern extrovertiert, lustig und aus sich raus gehend.
So wie heute habe ich Jamie selber noch nie erlebt. Sie hat mit Leidenschaft
gespielt und ist jedwedem Ärger aus dem Weg gegangen. Sonst hat sie zu
gerne provoziert oder ist auf Geknurre sofort eingestiegen.
Pucki hat sie nicht angegangen sondern hat sich weggedreht, auch Biene die nicht
so bedrängt werden wollte und das zeigte, Jamie hat es hingenommen und sich abgedreht.
Sie war total ausgeglichen und so fröhlich.
Wenn das die ersten Anzeichen für nach der Kastration sind,
dann bin ich jetzt schon mehr als zufrieden. Es war also wirklich die richtige
Entscheidung, Jamie kann unbeschwert und gelassen durchs Leben rasen.
Bilder zum Spieletag gibt es
HIER - Spielen mit Camaron
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Tag 10
Heute war der große Tag, die Fäden konnten gezogen werden. So sind wir um 11 Uhr bei
der TÄ gewesen. Wir mussten noch eine kleine Weile warten und Jamie hat gezittert, gefiept,
sich auf meinen Schoß setzen wollen, aber ich bin neutral geblieben und letztendlich
hat sie noch im Wartezimmer aufgehört zu zittern und zu fiepen. Beim
Fäden ziehen war sie sowas von lieb das ich selber nur noch Fragezeichen überm Kopf hatte.
Jamie hat sich vorher von der TÄ sogar anfassen lassen ohne zu brummeln.
Und so sieht der Rest der Naht nun aus, alles super verheilt.

Jamie hat sich so unendlich gefreut als sie am Nachmittag mit auf die große
Runde durfte. Und um zu sehen ob sie auch nichts verlernt hat haben wir ein wenig
geübt. Und klar, sie kann noch alles :-)
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- Ihr Fressverhalten
Früher:
mäkelig, sie lungerte am Napf rum, stahl mal einen Bissen,
legte den beiseite, stöberte den Rest des Napfes durch, usw...
Fleisch (aber nur Rind, alles andere blieb liegen) fraß sie dann
und Hühnerhälse. Aber wehe Gemüse klebte dran. Das Resultat war dass
Jamie immer rappeldürre aussah, teilweise sogar echt unterernährt.
Heute:
ca. 10 Tage nach der Kastration fing es an. Sie schaufelte auf einmal in
sich rein als ob sie sonst nie was von mir bekommen würde.
Sie frißt nun alles an Fleisch (Rind, Lamm, Pferd) und sogar Gemüse wird
verschlungen. Selbst Nudeln, die immer ein Problem für sie waren, werden
mitgefuttert. Ihr Napf ist sauber geleckt und Aaron guckt in die Wäsche.
Denn damit sie damals überhaupt fraß habe ich Aaron mit ihr zusammen essen
lassen. Futterneid bisschen schüren. Heute bekommt er eine saftige Backpfeife
von ihr wenn er es nur wagt in ihr Essen zu gucken. Jaja, sie merkt das
genau, auch wenn sie es nicht sehen kann.
Sogar Muschelpulver und Gelenkmischung kann ich nun unters Essen manschen,
sie frißt es trotzdem.
Sie schaut nun super aus, hat eine gute Substanz, aber keinen Speck. Das
Bohnengestänge-Jamie von früher ist passé.
- andere Hunde
Früher:
rumzicken, Rute möglichst senkrecht über Kopf strecken, steifbeiniger Gang,
begleitet von leisem grummeln.
Jamie wollte dauernd zeigen dass nur sie allein die Queen der Hundewelt ist.
Heute:
Gut, ob es wirklich mit an der Kastration liegt, sicher, aber auch weil wir
viel viel geübt haben. Nur macht es es uns jetzt leichter da ihr Hormonstau weg ist.
Jamie ist gelassener gegenüber anderen Hunden. Sie trägt zwar immer noch die
Rute oben (klar sie ist ja die Queen, da geht das nicht anders) aber sie grummelt
nicht mehr und wenn sie von anderen angezickt wird und ich sie direkt rufe, dann
kommt sie zu mir anstatt Krawall zu fahren.
- andere Menschen
Früher:
Fass mich nicht an, sprich mich nicht an, existier am Besten nicht.
Und wenn sie einer angesprochen oder angefasst hat, dann ist sie bellend nach vorne geschossen.
Heute:
Auch hier üben wir schon seit langem, aber es wäre Zufall wenn es gerade
jetzt erst fruchtet. Ich nehme einen Großteil von ihrem Verhalten ebenfalls
auf die nun (fast) fehlenden Hormone.
Jamie erträgt es gelassen und mit anfänglicher Neugier dass sie von fremden
angesprochen wird.
Fasst sie jemand unverhofft an den sie nicht kennt, geht sie zurück zu mir,
aber sie bellt nicht dabei.
Ausnahme ist hier eine Sache. Leute die mit Akzent sprechen, da ist bei ihr alles verloren.
Da dreht sie weiterhin durch. (Weil sie bei Leuten früher war die nicht von hier sind und
mit starkem Akzent sprechen, evtl. sogar mit ihr in Russisch gesprochen haben und nie Deutsch).
Nur eins muss ich betonen, in Jamie´s Fall war die Kastration das einzig wahre und richtige.
Niemals, aber auch wirklich nie nie nie, sollte man einen Hund nur aus dem Grund kastrieren
um evtl. Verhaltensprobleme aus der Welt zu schaffen. Denn der Schuß geht garantiert nach
hinten los und das heftigst! Ich bin ein absoluter Gegner der Kastration, wenn es nicht
psychische respektive physische Indikationen dafür gibt .
Das Jamie kastriert wurde hatte folgende Gründe:
ihre Apathie während und kurz vor der Läufigkeit
jedesmal schwere Scheinschwangerschaft (mit Milcheinschuß) die mit Medikamenten
behandelt werden musste. Die Gefahr einer Pyometra stieg mit jeder weiteren
Läufigkeit an.
sie war phasenweise so depressiv das sie nicht ansprechbar war
Kurz gesagt, zwischen den Läufigkeiten (die alle 6 Monate auftraten)
hatte sie nur ca. 4 Wochen wo es ihr gut ging. Aufs Jahr gerechnet also
2 Monate in denen sie normal leben konnte. Und das ist nicht mehr vertretbar
gewesen, im Sinne von Jamie.
Das es dann so einen Effekt hat wie er jetzt zu
Tage kommt, damit haben wir nie gerechnet. Die lieben Hormone können einem wohl extrem
zu schaffen machen und Jamie kann nun endlich lustig und unbeschwert leben.
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7. Januar 2007
Wir sind in Berlin und morgen ist Jamie´s OP-Termin. Das reimt sich sogar :-). Nach lachen
ist mir gar nicht zumute, aber da Jamie schon 3 Narkosen gut überstanden hat sind wir
recht guter Dinge das sie es morgen auch wieder packt und ganz schnell wieder bei uns
ist.
Als ob sie was ahnt war Jamie heute einerseits sehr aufgedreht und doch so anhänglich
und sie nörgelte häufig rum. Wohl weil meine extreme Nervosität auf sie abfärbte. Ein Paket
Baldrian schlucken half da auch nicht viel. Man ist einfach immer angespannt und nervös
wenn eine OP beim Hund ansteht. Und andererseits kann ich es kaum erwarten weil ich
weiß das Jamie dadurch geholfen wird. Das ist das Wichtigste!
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Um 9.30 Uhr waren wir pünktlich bei der TÄ und um 9.45 Uhr durfte ich mit Jamie
in den Behandlungsraum. Die Augen wurden nochmal kurz abgeleuchtet und dann bekam
sie die Injektions-Narkose. Sie war in Sekunden weggeschlummert und ich bin
gegangen. Wir haben dann Aaron aus dem Auto geholt (Kimba blieb im Kofferraum, er
schlief tief und fest) und sind mit Aaron durch die Straßen gelaufen. Um 10.30
standen wir dann vor der Praxis. Wir konnten nicht mehr warten bis mein Handy
klingelt und sind reingegangen. Es war keiner an der Rezeption und kurze Zeit
später kam eine der TA-Helferinnen und sagte direkt Jamie geht es super aber sie
schläft noch ganz feste und wird überwacht. Da rasten Tonnen an schwerer Last
von uns hinab und wenige Zeit danach brachten sie uns unsere süße Maus. Sie war
leicht ansprechbar, insgesamt dauerte es noch eine gute 3/4 Stunde bis sie uns
bewußt wahrnahm. Kurz danach war sie schon gut dabei die anderen Hunde im Wartezimmer
anzupöbeln. Madame passte es so gar nicht das außer ihr noch andere anwesend waren.
Das Auge war schon viel kleiner als vor der OP und es wird noch kleiner werden. Sie
hat eine dicke Schwellung und Blut lief noch aus dem Auge raus. Das sieht erstmal
erschreckend aus, ist aber normal. Die TA-Helferin erklärte mir dann die Medikamente
für die nächsten Tage, was Jamie alles machen darf und was nicht und das wir uns
am Freitag zur Nachkontrolle nochmal treffen. Um 11.45 Uhr haben wir Jamie dann
mitnehmen dürfen und sind nach Hause gefahren. Sie hatte noch einen Kragen umbekommen
da sie versuchte an ihrem operierten Auge zu krazten. Mit dem Kragen verlor sie jegliche
Orientierungsmöglichkeit und so trug Rolf sie ins Auto. Zu Hause angekommen konnte sie
schon recht gut laufen, schlief aber im Wohnzimmer kurze Zeit später auf ihrem Kissen ein.
Aaron hat sofort ihr Auge inspiziert und wollte es ablecken. Das konnten wir aber noch
rechtzeitig verhindern.
Die erste kleine Mahlzeit kam im hohen Bogen wieder raus, Wasser hat sie aber bei sich
behalten. Rolf fuhr einkaufen und ich wachte über Jamie. Als er wieder da war bin ich
mit Aaron weggefahren, da er Bewegung brauchte und Jamie zur Ruhe kommen kann.
Denn jedesmal wenn Aaron sich bewegte war Jamie sofort wackelnden Beines an seiner Seite.
Wir fuhren an den Grenzstreifen am Schichauweg und sind dort spazieren und was trainieren
gegangen. Kurz Rolf angerufen und gefragt wie es Prusseliese geht und siehe da, sie schlief
dann endlich seelig vor sich hin. So bin ich mit Aaron noch nach Steglitz gefahren und wir
sind im Globetrotter shoppen gegangen. Ein paar Lowa Schuhe und eine Teddyjacke in blau
habe ich erstanden. Danach ging es weiter zur Buchhandlung und zu Aaron´s und meinem Entsetzen
mußten wir Aufzug fahren. Aaron platt auf die Erde gedrückt und ich stierte auf die Tafel die
die Etage anzeigte. Aufzüge mögen wir beide definitiv nicht. Dafür bin ich auf dem Rückweg
zum Auto über Seitenstraßen gegangen wo er dann frei laufen durfte. Das ist Aaron´s kleine
Leidenschaft, in Berlin ohne Leine durch die Straßen zu tigern. Nach 4 Stunden Ausflug
fuhren wir dann aber nach Hause. Müde und hungrig kamen wir an und wurden von einer lustig
munteren Jamie begrüßt die mit ihrem Kragen immer noch zu kämpfen hatte.
Rolf hatte schon Hühnchen und Pürree mit Möhren gekocht was Jamie extrem gierig verschlang.
Die Jungs bekamen auch ihr Futter und alle drei schliefen danach im Wohnzimmer verteilt ein.
Wir haben dann auch noch eine Kleinigkeit gegessen und sind recht früh schlafen gegangen. Die
kurze und schlaflose Nacht, die Nervosität und das Aufpassen auf Jamie haben ihren Tribut
gefordert. Wir sind unendlich glücklich das Jamie auch dieses Mal wieder alles so tapfer und
gut weggesteckt hat und sie ihr Leben nun ohne Schmerzen wird leben können. Das bedeutet uns
alles und wir genießen nun die restlichen 4 Tage die wir noch hier sind.
Das Ferienhaus ist übrigens einsame Spitze. Ruhig gelegen in einer Seitenstraße. Der Grunewald
ist in 15 Minuten zu erreichen, der Grenzstreifen mit endlos Spaziermöglichkeit in nur 5 Minuten
und Steglitz mit Globetrotter und weiteren Shoppingläden in 15 Minuten. Lidl und Konsorten
sind direkt um die Ecke. Ebenso eine kleine Tierklinik und zu Dr. Allgöwer nach Zehlendorf
sind wir 20 Minuten gefahren. Die Besitzer von dem FH sind wahnsinnig nett. Sie haben wegen uns
auf ihr Haus verzichtet und gestern Abend noch angerufen um uns alles Gute für die Op heute
zu wünschen mit der Bitte uns kurz per SMS zu melden ob alles gut gegangen ist. So Menschen
sind selten heutzutage.
Jamie´s Behandlung sieht folgendermaßen aus:
Heute und die nächsten Tage bekommt sie 3-mal täglich Augentropfen (Isopto-Max) und
5 Minuten danach eine Salbe (Polyspectran).
Ab morgen 1 1/2 Rimadyl/Tag für die nächsten 4 Tage
Ab Mittwoch Amoxicillin als Antibiotika
Sie darf die nächsten 2 Wochen nicht toben, nicht schwimmen, kein Ball spielen
und sich nicht übermäßig anstrengen. Der Punkt wird lustig werden da sie mit Sicherheit
morgen schon wieder all ihre Lieblingsdinge einfordern wird.
Die OP die gemacht wurde nennt sich Intraokulare
Prothese (Skleraprothese). Dabei wird an der Hornhaut ein Schnit vorgenommen um
das Auge zu öffnen. Dann wird die Linse und die Iris entfernt, sowie Netzhaut und Aderhaut.
Wenn ich das jetzt korrekt in Erinnerung habe. Anschließend wird die Silikonkugel in
den Glaskörper eingebracht. Die größe der Kugel ist auf Jamie´s anderes Auge
abgestimmt und innerhalb der nächsten 8-12 Wochen wird sich das Auge entsprechend
verkleinern. Die Hornhaut wurde dann mit selbstauflösendem Faden wieder vernäht. Der Hund
kann weiterhin an Krankheiten wie z.B. Bindehautentzündung erkranken und das Auge bleibt
normal beweglich. Nach der OP kommt es zu einem Bluterguss
im Auge. Dieser verfäbt sich lila, dann grün, dann gelb und letztendlich wieder
zur normalen blau-grauen Farbe. Kostenpunkt des ganzen belief sich auf 438 Euro und
nochmals 26 Euro bei der Nachuntersuchung.
Den ersten Abend ging es nur mit Trichter. Jamie versuchte
sich am Auge zu krazten oder über die Erde zu schubbeln. Nachdem sie Abends nochmals
Tropfen und Salbe bekam wurde es besser. Wir machten den Trichter ab und sie ging
nicht mehr an das Auge. Die Nacht durfte sie dann auch ohne alles schlafen und
am nächsten Morgen war der Spuk vorbei und sie ließ ihr Auge in Ruhe.
Augen vor der OP.
Hier sieht man die Schwellung unten und oben sowie den Bluterguss
beide Augen im Vergleich
nach oben
2. Tag und die sehr dicke Schwellung unten am Auge ist schon zur Hälfte verschwunden.
Die starke Rötung ist eher dunkel-rosa geworden.
Die feine Naht kann man bei genauem hingucken am Auge erkennen und wie
die äußere Augenhaut leichte "Falten" wirft. Das wird alles in den nächsten Wochen
verschwinden.
Jamie ist ganz die Alte. Lustig und sehr munter. Morgens früh bin ich mit allen eine
kleine Runde gegangen. Nach dem Frühstück sind wir mit dem Auto ein wenig durch die
Gegend gefahren um uns ein paar Sachen anzuschauen. Zwischendurch haben wir in einem
Park angehalten und sind eine kleine Runde gegangen. Jamie blieb angeleint damit sie
nicht durch Sand, Matsche oder Wasser läuft. Das könnte evtl. hochspritzen und in ihr
Auge gelangen. Den Trichter brauchte sie nicht mehr zu tragen. Normalerweise gehen
die Hunde nach so einer OP auch nicht an ihr Auge, nur gestern schien es Jamie arg
zu jucken, bzw. zu stören. Anschließend hielten wir kurz beim Globetrotter an und
sind rein um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen.
Auf dem Rückweg ging im Auto die Alarmleuchte
für die Bremse an. Das passierte ein paar mal und Rolf schlug im Handbuch des Autos nach.
Fazit, wir mussten so schnell wie möglich den Wagen zu einem Skoda-Service bringen. Dieser
war Gott sei Dank direkt um die Ecke beim Ferienhaus. Dort angekommen kümmerten sich
direkt 2 Monteure um mein Auto. Ergebnis, der Wagen muss dableiben da die Bremsen kurz
vor Exitus standen. Schnell umdisponiert und Nina kam mich abholen da wir zu
einem kleinen Dummytraining verabredet waren. Es kostete etwas Überzeugung das Aaron
in ihr Auto einstieg wo bereits Sanisbar, Loura und Summer drin saßen. Aaron war gar
nicht begeistert, hat es aber mit Fassung ertragen. Das Training war super lustig und
das Wetter spielte auch mit. Nina fuhr mich dann lieberweise noch zum Skoda-Händler
zurück da ich das Auto bis 17.15 Uhr abholen konnte. Repariert wurden die Bremsen
vorne, die bei einer früheren Reparatur nicht korrekt festgezogen worden sind. Wir
hatten großes Glück das es jetzt passierte und nicht auf der Rückfahrt nach Hause.
Abends sind wir mit allen Hunden noch zum Freßnapf um die Ecke gefahren und haben
bisschen was eingekauft. Jamie hatte tierisch Spaß daran und wurde dadurch etwas entschädigt
für die Zwangsruhe die wir ihr verordnen müssen.
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Ein schöner, warmer und teils sonniger Tag. Jamie absolut aufgedreht und wollte morgens
sofort mit Aaron lostoben. Leider müssen wir das noch unterbinden, was beide nicht so
recht verstehen. Der Morgenspaziergang ging durch den ehemaligen Grenzstreifen bei schon
12 Grad. Zu Hause gab es lecker Geburtstagsfrühstück für Rolf und ein paar Geschenke. Gegen
Mittag sind wir aufgebrochen Richtung Gorinsee. An dem Ferienhaus vorbeiwandern wo wir
sonst immer residieren, durch den Wald und ins Lokal am See zum Essen. Auf der Rückfahrt
hielten wir am Futterhaus an das in der Nebenstraße liegt. Wieder ein paar kleine Leckereien
für die Hunde gekauft während Jamie und Aaron die Tröge mit den Keksen leerten :-)
Danach war Jamie wirklich müde und schläft nun auf der Terrasse. Spitzentemperatur war
heute sage und schreibe 17 Grad. Jetzt am Abend sind es immer noch 12 Grad und so habe
ich eine Decke rausgelegt und Jamie hat diese sofort mit Beschlag belegt.
Erste kleine Veränderung die wir bemerken. Sie ist sehr ausgeglichen und reagiert viel
eher wenn ich was sage. Die Sache mit der Aufmerksamkeit ließ in den letzten Wochen vor der
Op immer mehr nach, da der Druck auf dem Auge immer größer und die dadurch
entstandenen Schmerzen immer unerträglicher wurden. Die Augentropfen und Salbe die wir
ihr täglich 3x geben müssen werden zum Kampf. Sie spürt nun ihr Auge zum ersten Mal (da
nur noch der leichte Wundschmerz da ist) und reagiert mit Abwehr. Es dauert einige Zeit
bis wir die Dinge im Auge eingebracht haben. Früher war es kein Problem ihr Salbe ins
Auge zu geben, sie nahm es einfach nicht wahr da sie dort nichts "normales" mehr spürte.
Aber auch das wird besser, täglich sogar.
Auge am Tag 3 nach der OP

Jamie kneift das Auge nicht mehr so oft zu. Bei Wind ist sie noch empfindlich und knibbelt
oft mit dem Lied.
Oben und unten innen ist die Schwellung noch stark, außen gut abgeschwollen. Was auf den
Bildern nicht so offensichtlich zu erkennen ist.
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4. Tag und das Auge hat sich nun verfärbt. Es ist lila geworden. Je nachdem wie das
Licht auf das Auge fällt sieht man es sehr stark. Beim Foto nicht so deutlich.

beide Augen im Vergleich

Der Kampf mit den Augentropfen und der Salbe geht weiter. Jamie will nicht das man an ihr
Auge geht und drückt deshalb den Kopf in meinen Schoß wenn ich mich mit den Tropfen
bewaffnet neben sie setze. Noch müssen wir zu zweit auf sie einreden und sie auch leicht
festhalten. Sie bekommt jedesmal danach eine dicke Belohnung und hat die "Tortur" schnell
wieder vergessen. Morgen ist der Kontrolltermin und ich freu mich wenn wir
das hinter uns haben und sich das Ergebnis hoffentlich positiv anhört. Danach geht es nochmal
kurz ins Ferienhaus, Hunde füttern, Autos bepacken, kleine Runde gehen und dann ab auf die
Autobahn nach Hause. Zeit vergeht manchmal so schnell. Vorige Woche noch so aufgeregt
wegen der Fahrt hier hin und dem OP Termin und nun ist schon alles vorbei und das mit gutem
Ausgang.
Den Tag heute haben wir mit einem großen Ausflug in die ehemalige DDR verbracht, ein paar
mal angehalten und mit den Hunden die Gegend erkundet, zu schnell durch ein Dorf gefahren
um sich blitzen zu lassen als Andenken :-), kurz in den Freßnapf mit den Hunden
und ich bin nochmal mit Aaron an den
Grenzstreifen gefahren um mit ihm ein wenig zu spielen. Das was Jamie noch nicht darf. Gegen
Abend bin ich mit Aaron und Jamie los zum Futterhaus und anschließend zum super leckeren
Italiener (glaube das ist bei Dahlem) um uns mit Sabine und Nina auf ein kleines Abschiedsessen
und plaudern zu treffen. Jamie hatte viel Spaß den Wassernapf einmal komplett auf die Erde
zu entleeren, damit ich mit Servietten bewaffnet dort rumkriechen konnte und Wasserfangen
spielte.
Die Woche war sehr schön und viel zu kurz. Wir wären gerne noch ein paar Tage länger geblieben.
Ganz sicher werden wir nochmal in dieses tolle Ferienhaus fahren, das steht fest.
nach oben
Heute morgen hatten wir um 9 Uhr noch den Kontrolltermin bei Dr. Allgöwer. Ergebnis, das
Auge sieht sehr gut aus und wir müssen nur noch morgens und abends die Tropfen geben. Die
Salbe können wir schon weglassen. Jamie war so tapfer, sie zitterte zwar aber das Leckerli
hinterher nahm sie gerne an. Da wir uns nach der OP nicht mehr gesprochen hatten erklärte
mir Frau Dr. Allgöwer nochmal was sie gemacht hat. Sie zeigte mir auch ein Implantat und
ich durfte es mal anfassen durch die steril verpackte Tüte. Was ich nicht erwartet hatte
war das sie mir sagte das Auge ist durch Gewalteinwirkung so geworden. Jamie hatte ein
dickes Loch in der Hornhaut und die Linse mit sämtlichem Anhang war gar nicht mehr
vorhanden. Diese ist, als man sie am Auge verletzt hat, ausgetreten. Die Maus hat so
ein großes Glück das das Auge an sich erhalten geblieben ist. Obwohl ich ja wußte das
sie eh nie mehr wird sehen können, aber zu wissen das das Auge auch auf das Konto von
diesem Widerling geht, das hat mir doch Magenschmerzen bereitet. Um noch ein paar
Euros leichter traten wir dann die Rückfahrt an. Die Hunde sind völlig erledigt und
wir Menschen auch. Autofahren kann extrem anstrengend sein.
Und hier das Auge von heute morgen.
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Foto: 14.1.2007

Foto: 15.1.2007

20.1.2007
12 Tage sind nun vergangen und das Auge ist dunkel-lila-blau.
Die Augentropfen lehnt Jamie immer noch ab und sie schließt recht häufig das Augenlid und
zwinkert. Gegen Abend bemerke ich unter dem oberen Lid gräulichen Schleim. Und das Auge wirkt
tagsüber mal vergrößert, immer wenn Jamie sich aufregt oder anstrengt und sobald sie zur
Ruhe kommt wirkt es wieder kleiner. Das kommt mir seltsam vor und ich werde dahingehend
der TÄ eine mail schicken und nachfragen. Gegebenenfalls müssen wir dann die Woche nach
Dortmund fahren zur Augen-Tierklinik und dies nachsehen lassen.
Hier ein Bild vom Freitag, 19.Januar 2007:

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22.01.2007
Am vergangenen Samstag habe ich noch um 23.11 Uhr eine mail an Dr. Allgöwer geschickt. Das
mit Jamie´s Auge ließ mir keine Ruhe. Die Antwort kam eine Stunde später. Wir wissen schon
warum wir extra nach Berlin gefahren sind dafür. Nicht nur die OP selber wurde von einer
Spezialistin durchgeführt, auch die Betreuung danach ist einfach Klasse. Und ich war
wieder beruhigt. Die größe des Auges, sowie der Schleim sind völlig normal. Nur das
Zukneifen des Lides nicht. Die Augentropfen sollte ich sofort absetzen und statt
dessen Corneregel Augensalbe gebe. Hatte ich sogar hier und damit ging es sofort besser.
Heute, Montag, kneift Jamie ihr Auge nur noch ganz selten zu. Und von Farbe und Form her
sieht es sehr gut aus:


26.1.2007
Mittwoch hatte sie noch ein lila-farbenes Auge:

Und am Donnerstag Morgen war es von oben her schon blau verfärbt:

Jamie ist sehr lebhaft und strotzt vor Energie. Am Montag ist die Schonfrist von 3 Wochen
rum und dann legen wir wieder richtig los :-)))
Auge vom 27.1.07

Auge vom 29.1.07

Auge vom 30.1.07

Die Verfärbung verblasst langsam, der Bluterguss ist somit fast weg und die Naht ist nur
noch ein leichter Strich.
Jamie kneift das Augenlid nicht mehr zu und auch bei starkem Wind knispelt sie nicht mehr,
sondern lässt das Auge "offen". Der Lidschlußreflex funktioniert einwandfrei.
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Auge am 2.2.2007

Auge am 6.2.2007

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3 Monate später
Und Jamie´s Auge ist klein, genauso groß wie ihr linkes und immer noch dunkel. Das
strahlende Blau ist tatsächlich nicht mehr wieder gekommen.
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